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Weltweite Windenergienutzung

 

2014 stieg die weltweit installierte Windleistung on- und offshore auf 370 GW (+ 16 %). Wie in 2013 fand auch in 2014 der stärkste Zubau in China statt (vgl. Abbildung 13). Mit einem Zubau von 23 350 MW konnte fast die 115 GW-Marke erreicht werden. Den zweitgrößten Zubau erzielte Deutschland mit 4400 MW onshore und 500 MW offshore, dicht gefolgt von den USA mit knapp 4800 MW. Derweil gab es in Brasilien mit knapp 2500 MW einen Rekordzubau, so dass erstmals ein lateinamerikanisches Land in der Top 10 Liste auftaucht [GWEC 2015].

In Spanien, dem ersten Land der Welt, das (2013) mehr Strom aus Wind als aus einer anderen Quelle produzierte [McGovern], stagnierte der Zubau in 2014. Seit Jahren sind die spanischen Strompreise nicht kostendeckend. Jährlich erwirtschaftete die Branche ein vier Milliarden Defizit, für das die Regierung bürgt. Auf Grund des Gesamtdefizits von 28 Mrd. € hat die Regierung in 2014 das Vergütungssystems für EE geändert [Müller]. Diese Neuregelungen betreffen auch rückwirkend sämtliche Bestandsanlagen bis zum Ende der jeweiligen Vergütungsdauer [IWR 2014b]. Seit Bekanntwerden dieser Änderung überlegen Betreiber, bereits stehende WEA in Spanien abzubauen und in lukrativeren Märkten wieder aufzubauen [McGovern].

Daher wird Spanien in 2015 vermutlich von Indien überholt. Das Potenzial für Windenergie in Indien liegt bei über 300 000 MW [IWR 2014c], während in 2014 erst 22 500 MW installiert waren. Mit dem Amtsantritt des neuen Premierministers Modi sollen die Ausbauziele für WEA auf jährlich 10 000 MW vervierfacht werden [IWR 2014d].

 

Unter den Top 10 Ländern betreiben lediglich UK, Deutschland und China kommerzielle Offshore-Windparks (OWP). Die wichtigsten Windmärkte mit einem Anteil von insgesamt 72 % bleiben weiterhin China, USA, Deutschland, Spanien und Indien. Mit UK, Frankreich und Italien sind weitere europäische Staaten unter den Top 10. Wichtigste Wachstumsmärkte mit einem Ausbau zwischen 500 MW und 1900 MW und einer Wachstumsrate von über 24 % waren Südafrika, Chile, Mexiko, die Türkei und Schweden.

 

 


 

Die weltweit bedeutendsten Länder in Bezug auf die Windenergienutzung, Stand: Ende 2014

Datenquellen: [GWEC 2011]; [... 2012]; [... 2013]; [... 2014]; [... 2015];

Aufgrund unterschiedlicher Datenquellen kommt es zu Abweichungen zu anderen in diesem Report dargestellten Zahlen

 

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Ausbaustand der einzelnen Kontinente im Vergleich. 2014 steht mit 38,5 % erstmals Asien an der Spitze, gefolgt von Europa mit 36,2 %. Den größten prozentualen Zuwachs binnen einen Jahres erreichte Lateinamerika mit einer Leistungssteigerung von 79 % auf nun insgesamt 8527 MW. Dort setzt insbesondere Brasilien auf den Ausbau der Windenergienutzung, bis 2021 soll die Kapazität von derzeit knapp 6 GW auf 14,2 GW erhöht werden [Beigel].

 

 

Kontinent    Gesamtleistung Anteil Zuwachs
Asien 142.121 MW 38,5 % 23 %
Europa    133.970 MW 36,2 % 10 %
Nordamerika 77.954 MW 21,1 % 10 %
Lateinamerika 8 527 MW 2,3 % 79 %
Australien & Ozeanien 4 441 MW 1,2 % 15 %
Mittlerer Osten & Afrika 2 546 MW 0,7 % 58 %
Summe: 369.559 MW 100 % 16 %

 

Installierte Nennleistung Ende 2013 nach Regionen
Datenquelle: [Global Wind Energy Council 2014]

 

 


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