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Windstromeinspeisung

 

Die Energieerzeugung durch WEA fluktuiert naturgemäß mit dem vorhandenen Windenergieangebot und richtet sich im Gegensatz zur konventionellen Energieerzeugung nicht nach dem Lastverlauf. Die vier deutschen ÜNB verwenden ein spezielles System zur Hochrechnung, das mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl Referenzmessstellen die aktuelle Windstromeinspeisung näherungsweise kalkuliert. Diese Messstellen sind ausgewählte Windparks oder Umspannwerke mit einem hohen Anteil an Windenergie. Endgültige Ertragszahlen sind erst mit den im Sommer des Folgejahres erscheinenden EEG-Jahresabrechnungen verfügbar.

 

Die folgende Abbildung zeigt die monatliche Onshore-Windstromeinspeisung und verdeutlicht die saisonale Abhängigkeit, wie auch den Zubau von WEA. In 2016 wurden onshore über 68 TWh [Hochrechnungsdaten Onshore] Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das, trotz weiteren Zubaus, knapp 4 Prozent weniger Einspeisung [Jahresabrechnung UeNB]. Der windstromstärkste Monat in 2016 war mit 9,3 TWh der Februar, in 2015 mit 11,1 TWh der Dezember. Damit wurden 2015 die bisherigen Rekordwerte der vorhergehenden Jahre in den Monaten November und Dezember überschritten und überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt.

 

 

 

Hochrechnung der Windstromeinspeisung 2016 an Land im Vergleich zu den Vorjahresmonaten
Datenquellen: [UeNB offshore]; [UeNB onshore]

 

 

Die untere Abbildung veranschaulicht die Windstromeinspeisung laut Hochrechnungsdaten aus Nord- und Ostsee in 2016, verglichen mit den Vorjahresmonaten. In 2016 wurde ein Energieertrag von 11,9 TWh eingespeist, was einem Anstieg von 50 Prozent zu 2015 entspricht. Der deutliche Anstieg zwischen 2015 und 2016 ist u. a. auf die Inbetriebnahme von weiteren Offshore-Windparks (OWP) zurückzuführen. Im Dezember 2015 wurden mit knapp 1,5 TWh über 19 Prozent der Jahreseinspeisung erzielt. 2016 war der Januar mit 1,3 TWh der ertragreichste Monat mit einem Anteil von 11,6 Prozent der Jahreseinspeisung. Deutlich zu erkennen ist offshore ebenso wie onshore der saisonale Unterschied. Von April bis September wurde wesentlich weniger Windstrom eingespeist als in den übrigen Monaten.

 

 

 

Hochrechnung der Windstromeinspeisung 2016 aus der Nord- und Ostsee im Vergleich zum Vorjahresmonat
Datenquellen: [Hochrechnung TenneT TSO]; [Archiv Windenergie]

 

 

 

 

 


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