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Windstromeinspeisung

 

Die Energieerzeugung durch WEA fluktuiert naturgemäß mit dem vorhandenen Windenergieangebot und richtet sich im Gegensatz zur konventionellen Energieerzeugung nicht nach dem Lastverlauf. Aufgrund der großen Anzahl dezentral einspeisender WEA wäre eine vollständige messtechnische Erfassung der Windstromeinspeisung sehr aufwändig. Daher verwenden die vier deutschen ÜNB ein spezielles System zur Hochrechnung, das mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl Referenzmessstellen die aktuelle Windstromeinspeisung näherungsweise kalkuliert. Diese Messstellen sind ausgewählte Windparks oder Umspannwerke mit einem hohen Anteil an Windenergie. Endgültige Ertragszahlen sind erst mit den im Sommer des Folgejahres erscheinenden EEG-Jahresabrechnungen verfügbar.

 

Die folgende Abbildung zeigt die monatliche Onshore-Windstromeinspeisung und verdeutlicht die saisonale Abhängigkeit. In 2014 wurden onshore über 50 TWh Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist, was eine Ertragssteigerung von etwa 8,3 % ggü. den Hochrechnungen 2013 (46,3 TWh) bedeutet. In den letzten Jahren lagen die Hochrechnungsdaten für Windenergie jedoch bis zu zehn Prozent unter den tatsächlichen Einspeisewerten. Das erste Halbjahr 2014 war mit über 4 TWh mehr Windstromeinspeisung um 18 % stärker als 2013. Im zweiten Halbjahr 2014 verfehlten die Einspeisewerte um 0,2 TWh das Niveau des Vorjahres. Dessen ungeachtet hatte erneut der Monat Dezember einen erheblichen Einfluss auf das Windjahr, mit knapp 8,6 TWh Windenergieertrag wurden über 17 % des gesamten Jahresertrages eingespeist. Damit ist der Dezember 2014 der bisher windstromstärkste Monat und löst die bisherigen Rekordwerte aus Dezember 2011 und Dezember 2013 ab.

 

 

 

Hochrechnung der Windstromeinspeisung 2014 an Land im Vergleich zum Vorjahresmonat
Datenquelle: [Hochrechnungsdaten onshore]

 

 

Die untere Abbildung veranschaulicht die Windstromeinspeisung laut Hochrechnungsdaten aus Nord- und Ostsee in 2014, verglichen mit den Vorjahresmonaten. Mit 1313 GWh wurde in 2014 der Energieertrag aus 2013 um 45 % übertroffen. Dieser deutliche Anstieg ist auf die Inbetriebnahme der Offshore-Windparks (OWP) Riffgat im Februar und Meerwind Süd/Ost im November sowie die teilweise Inbetriebnahme der OWP DanTysk und Global Tech I im Dezember zurückzuführen. Im Dezember 2014 wurden mit knapp 281 GWh über 21 % der Jahreseinspeisung erzielt.

 

 

 

Hochrechnung der Windstromeinspeisung 2014 aus der Nord- und Ostsee im Vergleich zum Vorjahresmonat
Datenquelle: [Hochrechnungsdaten offshore]

 

 

Deutlich zu erkennen ist offshore ebenso wie onshore der saisonale Unterschied, von April bis September wurde wesentlich weniger Windstrom eingespeist als in den übrigen Monaten.

 

 


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