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Netzausbau onshore

 

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und der Ausbau der Offshore-Windenergie machen einen Ausbau der Übertragungsnetze notwendig. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind die deutschen ÜNB seit 2012 verpflichtet, einen gemeinsamen Szenariorahmen sowie einen Netzentwicklungsplan (NEP) vorzulegen, die beide von der BNetzA bestätigt werden müssen [EnWG]. Während der Szenariorahmen die wahrscheinlichen Entwicklungen der deutschen Energielandschaft in den kommenden Jahren aufzeigt, bestimmt der NEP darauf basierend notwendige Ausbaumaßnahmen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb des Übertragungsnetzes [Netzausbauverfahren].

 

Zur Bestimmung der notwendigen Maßnahmen wenden die Netzbetreiber das sogenannte NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) an. Sie versuchen zunächst den Netzbetrieb zu optimieren, bevor das Netz verstärkt oder ausgebaut werden muss. Falls dies unumgänglich ist, werden im NEP Anfangs- und Endpunkte der neuen Trassen angegeben.

 

 

 

Vorläufige Prüfungsergebnisse der Bundesnetzagentur zum Netzentwicklungsplan Strom 2014

Datenquelle: [Bundesnetzagentur]

 

 

Für die länder- und grenzübergreifenden Vorhaben liegt die Planungs- und Genehmigungsverantwortung bei der BNetzA. In der Bundesfachplanung erfolgt die strategische Umweltprüfung, in der 500 bis 1000 m breite Korridore für die Trassenverläufe festgelegt werden [Netzausbauverfahren]. Laut BNetzA sollen die neuen Stromtrassen, wenn möglich, entlang von Eisenbahnstrecken, Autobahnen oder vorhandenen Leitungen gebaut werden. Für die HGÜ-Trasse (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) Wilster-Grafenrheinfeld im Rahmen des „SuedLink“-Projektes hat TenneT bereits einen Antrag auf Bundesfachplanung eingereicht. Nach Abschluss des Verfahrens wird voraussichtlich 2016/17 der geeignetste Trassenkorridor feststehen, in welchem durch das Planfeststellungsverfahren schließlich der endgültige Verlauf bestimmt wird [SuedLink].

 

In den vorläufigen Prüfungsergebnissen der BNetzA zum NEP 2014 beläuft sich das Volumen der bestätigungsfähigen Netzverstärkungen bzw. -umstellungen auf 3050 km. Der Neubaubedarf wird mit 2750 km beziffert, wovon 1750 km HGÜ-Korridore sind.

 

Im Gegensatz zum Entwurf der ÜNB erachtet die BNetzA weiterhin nur drei HGÜ-Korridore mit insgesamt 8 GW Übertragungskapazität als notwendig. Der vorgeschlagene Korridor B zur Verbindung der niedersächsischen Tiefebene mit Südhessen wurde erneut als nicht bestätigungsfähig bewertet. Die vorgeschlagene Verschiebung des HGÜ-Endpunktes im Korridor C sowie die Verlängerung des Korridors D um 100 km wurde hingegen befürwortet [Bundesnetzagentur].

 

Im Jahr 2009 wurde das Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) verabschiedet, um den Ausbau der Übertragungsnetze zu beschleunigen. Es enthält in der aktuellen Fassung 23 Vorhaben mit einer Leitungslänge von insgesamt 1887 km, die für die künftige Energieversorgung in Deutschland notwendig sind. Ende 2014 war mit 463 km erst rund ein Viertel der erforderlichen Kilometer realisiert. Die ÜNB rechnen mittlerweile mit einer Fertigstellung von lediglich 40 % der EnLAG-Leitungskilometer bis 2016. Ferner ist noch keines der Pilotstreckenvorhaben für Erdkabel in Betrieb, allerdings hat Amprion mit den Bauaktivitäten für das erste 380-kV-Pilotprojekt in Raesfeld begonnen [EnLAG].

 

 


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