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Netzausbau offshore

 

Die ÜNB erstellen neben dem NEP für den Landbereich auch für die Nord- und Ostsee den O-NEP. Dieser ermittelt den Bedarf an Anbindungsleitungen für den Anschluss von Offshore-Windparks und legt die zeitliche Reihenfolge fest, in der die Anbindungsleitungen errichtet werden sollen. In den folgenden Abbildungen sind alle Anbindungssysteme des Start- und Zubaunetzes entsprechend der Bestätigung des O-NEP 2025 sowie die Cluster in Nord- und Ostsee dargestellt. Zu sogenannten Clustern werden Windparks, die in einem räumlichen Zusammenhang stehen, zusammengefasst und über eine gemeinsame Sammelanbindung angebunden. Die BNetzA prüft die vorgeschlagenen Maßnahmen im O-NEP in Abstimmung mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hinsichtlich ihrer energiewirtschaftlichen Notwendigkeit.

 

 

 

Darstellung der bestätigten Anbindungssysteme in der Nordsee im O-NEP 2025 veröffentlicht am 25. November 2016

Datenquelle: [Bundesnetzagentur]

Darstellung der bestätigten Anbindungssysteme in der Ostsee im O-NEP 2025 veröffentlicht am 25. November 2016

Datenquelle: [Bundesnetzagentur]

 

 

 

 

In der Nordsee wurden 13 unterschiedliche Cluster identifiziert, in der Ostsee weitere 5. Standard für solche Sammelanbindungen sind 900 MW Gleichstromsysteme mit einer Spannung von 320 kV [54]. Mit den bisher fertiggestellten Netzanbindungssystemen werden in der Nordsee die Cluster 2 (alpha ventus, DolWin1 & 3), Cluster 3 (DolWin2), Cluster 4 (HelWin1 & 2), Cluster 5 (SylWin1), Cluster 6 (BorWin1 & 2) und Cluster 8 (BorWin3) sowie das Cluster 3 (Baltic1 & 2) in der Ostsee erreicht.

 

Ab 2026 werden Ausschreibungen auf Flächen in Nord- und Ostsee stattfinden, die staatlich voruntersucht werden. Für den Zeitraum zwischen 2021 und 2025 findet zunächst ein Übergangsmodell Anwendung. Der Ausbau infolge dieser Ausschreibungen wird mit 500 MW in 2021 in der Ostsee, 500 MW in 2022 in Nord- oder Ostsee, jeweils 700 MW in den Jahren 2023 bis 2025 in Nord- oder Ostsee verteilt. Der O-NEP 2025 soll die Erreichung dieser Vorgaben ermöglichen. Zudem regelt dieser einen »clusterübergreifenden Netzanschluss« (ausnahmsweise Zulässigkeit des Anschlusses eines Windparks über einen anderen Cluster als denjenigen, in welchem sich der betroffene Windpark befindet). [Bundesnetzagentur]

 

Am 28. November 2016 wurde der bestätigte O-NEP 2025 von der BNetzA veröffentlicht. Er umfasst vier Netzanbindungen mit einem Ausbaubedarf von 2048 MW für Offshore-Winderzeugung in der Nordsee und drei Netzanbindungen mit einem Ausbaubedarf von 735 MW in der Ostsee. Die Anbindungen NOR-1-1, NOR-3-3 und NOR-7-1 sollen mit einer Übertragungskapazität von 900 MW realisiert werden, die Anbindungssysteme OST-2-1, OST-2-2 und OST-2-3 mit einer Übertragungskapazität von je 250 MW. Das Anbindungssystem NOR-5-2 wird mit einer Anbindungskapazität realisiert, die der gegebenenfalls in einer der beiden Gebotstermine nach § 26 Abs. 1 WindSeeG bezuschlagten Gebotsmenge entspricht, jedoch 900 MW nicht überschreitet [Bundesnetzagentur Offshore]. An das Anbindungssystem NOR-7-1 können ausnahmsweise auch Windparkprojekte aus Cluster 6 und an die Anbindungssysteme OST-2-1, OST-2-2 und OST-2-3 auch Windparkprojekte aus Cluster 1 und 4, entsprechend des Bundesfachplans Offshore, angeschlossen werden. [Bundesnetzagentur]

 

Mit dem am 31. Januar 2017 veröffentlichten ersten Entwurf zum O-NEP 2030 stellen die ÜNBs den vierten und letzten O-NEP zur öffentlichen Konsultation. Dieser wird anschließend durch einen Flächenentwicklungsplan entsprechend § 6 Wind­SeeG abgelöst. Das BSH legt hierin im Einvernehmen mit der BNetzA die Flächen fest, auf denen künftig Windparks errichtet werden sollen. Zugleich wird festgelegt, wie und wann diese Flächen angebunden werden. Der Flächenentwicklungsplan wird damit das zentrale Planungsinstrument für die Nutzung der Windenergie auf See. [Bundesnetzagentur Ausschreibung] [UeNB]

 

Die Gesamtlänge des Zubau-Offshorenetzes in den Szenarien A 2030, B 2030 und C 2030 beläuft sich jeweils auf rund 2277 km, wobei 1527 km auf DC-Netzanbindungssysteme in der Nordsee und 540 km auf AC-Netzanbindungssysteme in der Ostsee entfallen. Im Szenario B 2035 wird aufgrund des deutlich höheren Transportbedarfs in 2035 von 3702 Kilometer ausgegangen. Die Gesamt-Übertragungskapazität des Zubau-Offshorenetzes beträgt 7,4 GW für das Zieljahr 2030, wobei 5 GW auf die Nordsee und 2,4 GW auf die Ostsee entfallen. Für das Zieljahr 2035 werden 11,4 GW ermittelt. Das geschätzte Investitionsvolumen für das deutsche Offshorenetz wird bis 2030 mit rund 16 Mrd € und im Szenario B 2035 mit rund 22 Mrd € angenommen. [UeNB]

 

Im September 2016 begann der Bau der 623 km langen Stromtrasse von Deutschland nach Norwegen. Das HGÜ-Seekabel »NordLink«, mit einer Kapazität von 1400 MW, soll ab 2019 im Probebetrieb die norwegischen Pumpspeicherkraftwerke mit dem deutschen Stromnetz verbinden, um den Austausch erneuerbarer Energie zu vereinfachen. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant. [TenneT]

 

 

 

 

 


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