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Ertragsindex

 

Die bedeutendste externe Einflussgröße für WEA an Land ist die Windgeschwindigkeit. Sie variiert ständig und ist damit eine der zentralen technischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten bei der Windenergienutzung. Abgesehen von kurzzeitigen Fluktuationen kommt es auch zu deutlichen Abweichungen der Jahreswerte von den langjährigen Mittelwerten. Geografisch und topografisch bedingte regionale Unterschiede kommen hinzu. Eine Einordnung eines spezifischen Jahres in den längerfristigen Verlauf der Windbedingungen wird damit unumgänglich. Hierzu eignet sich besonders ein Ertragsindex, bei dem die Windbedingungen mit den technischen Daten einer WEA verknüpft werden und die Unterschiede zwischen den Windjahren greifbar werden. Die Abbildung zeigt den Ertragsindex 2016 für Europa im Verhältnis zum 20-jährigen Mittelwert auf Basis der Ertragsberechnung für eine exemplarische WEA vom Typ Vestas V90 mit 100 m Nabenhöhe und 2 MW Nennleistung. Die Berechnung des Ertragsindex erfolgt durch eine Verfeinerung von Reanalysedaten mit Hilfe eines 3-dimensionalen atmosphärischen Strömungsmodells sowie der Veri­fikation der Ergebnisse anhand von Wind- und Ertragsdaten. Der Ertragsindex 2016 zeigt für Nordeuropa sowie weite Teile Südeuropas stark unterdurchschnittliche Windbedingungen. Besonders betroffen sind Deutschland, Österreich, Tschechien sowie Teile Polens und Frankreichs. Auch die Standorte der deutschen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee haben in 2016 unterdurchschnittliche Windbedingungen gesehen.

 

 

 

 

Ertragsindex 2016 (20x20 km Auflösung) für Europa im Verhältnis zum 20-jährigen Mittel auf Basis von MERRA-2-Daten

Datenquelle: [anemos GmbH]

 

Einen für Deutschland höher aufgelösten Ertragsindex zeigt folgende Abbildung. Im flächenmäßig größten Teil Deutschlands lag der Ertragsindex im Jahr 2016 zwischen 85 Prozent und 90 Prozent des langjährigen Mittels, in weiten Teilen jedoch auch zwischen 80 Prozent und 85 Prozent. Insbesondere im komplexen Gelände der Mittelgebirgslagen zeigen sich tenden­ziell für 2016 niedrigere Erträge als im langjährigen Mittel. Nach dem ertragsstarken Jahr 2015 ist das Jahr 2016, wie auch das Jahr 2014, insgesamt als windschwaches Jahr einzuordnen.

 

 

 

 

 

Ertragsindex 2016 (5x5 km Auflösung) für Deutschland im Verhältnis zum 20-jährigen Mittel auf Basis von NCEP/NCAR-Daten

Datenquelle: [anemos GmbH]

 

 


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