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Klimatisch bedingte Störungen

 

 

 

Häufigkeit von externen Bedingungen als Störungsursache

Datenquelle: [WMEP 2006]

 

 

Während die Störungsursache Netzausfall unabhängig von der Jahreszeit und dem Standort ist, zeigen die anderen externen Bedingungen, wie in den oben dargestellten Abbildungen zu erkennen, sowohl eine deutliche saisonale als auch eine räumliche Abhängigkeit. Beispielsweise werden die meisten Schäden und Betriebsstörungen durch direkte und indirekte Blitzschäden – d. h. Überspannungsschäden nach Blitzeinschlag in das Stromnetz – im Sommer gemeldet. Ausgelöst durch Wärmegewitter erreicht die Blitzschlagwahrscheinlichkeit in den Monaten Juni bis August im langjährigen Durchschnitt Werte von etwa 15 % (d. h. 15 Meldungen in 100 Betriebsmonaten). Trotz mittlerweile standardmäßig eingeführter Blitzschutzsysteme liegt die Störungshäufigkeit durch die Ursache Blitzschlag somit in der gleichen Größenordnung wie die der anderen externen Ursachen. Da die meisten Betriebsstörungen durch Eisansatz zwischen Dezember und März auftreten - einer Zeit mit gewöhnlich guten Windbedingungen, ist bei diesen Störungen unter Umständen mit einem beträchtlichen Ertragsausfall zu rechnen.

 

 

 

Regionale Verteilung von externen Bedingungen als Störungsursache

Datenquelle: [WMEP 2006]

 


Vor allem in den höheren Lagen der Mittelgebirge, für die ohnehin ein Vielfaches an Vereisungsfällen gemeldet wird, können die Eisbildung fördernde Wetterbedingungen noch bis spät im Frühjahr eintreten. Für Mittelgebirgsstandorte ist auch für die Störungsursache „Sturm“ ein erheblich höheres Risiko zu erkennen.

 

Die beiden oberen Abbildungen sind aus der WMEP-Schadensdatenbank entstanden. Diese wurde von 1989 bis 2006 mit Hilfe des "Wissenschaftlichen Mess- und Evaluierungsprogramm" (WMEP) im Rahmen des "250 MW-Wind"-Programms aufgebaut. Innerhalb dieses Zeitraums wurden 193.000 monatliche Energielieferberichte und 64.000 Berichte zu Wartung & Instandhaltungsmaßnahmen von ca. 1.500 Windenergieanlagen gesammelt und analysiert. Ziel des WMEP war es, statistisch belegte Erfahrungswerte zum praktischen Einsatz der Windenergie in einem energiewirtschaftlich relevanten Maßstab zu sammeln und nach einheitlichen Kriterien auszuwerten. Die Ergebnisse des Projekts stellen bis heute eine der wenigen belastbaren Informationsquellen bezüglich der Zuverlässigkeit der Anlagen sowie ihrer Komponenten dar.

 

 


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