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Grund- und Anfangsvergütung

 

Das EEG regelt die Vergütung durch eine ertragsabhängige Vergütungshöhe. Dazu wird ein so genannter „Referenzertrag“ definiert. Der Referenzertrag ist die Strommenge, die der jeweilige Anlagentyp einschließlich der jeweiligen Nabenhöhe an einem fiktiven Referenzstandort mit festgesetzten Bedingungen rechnerisch in fünf Betriebsjahren erbringen würde (Anlage 2 EEG).

 

Für WEA schreibt das EEG zunächst eine Anfangsvergütung für einen Mindestzeitraum von fünf Jahren und eine Gesamtförderung für 20 Jahre fest. Je nach Standortqualität wird die Einspeisevergütung anschließend auf eine Grundvergütung abgesenkt. Seit dem EEG 2014 berechnet sich der Zeitraum der Anfangsvergütung wie folgend beschrieben. An windschwachen Standorten wird die Zahlung des erhöhten Vergütungssatzes für je 0,36 % Minderertrag im Vergleich zu den 130 % des Referenzertrages um einen Monate verlängert. Zusätzlich verlängert sich der Zeitraum um einen Monat für je 0,48 % des Referenzertrags, um den der Ertrag der Anlage 100 % des Referenzertrags unterschreitet.

 

Der Vergütungssatz für Neuanlagen hängt vom Quartal der Installation ab. Anlagen, die 2015 installiert werden, erhalten eine Anfangsvergütung von 8,9 ct/kWh und eine Grundvergütung von 4,95 ct/kWh. Ab Januar 2016 verringern sich die Vergütungen jeweils zum Quartalsanfang um 0,4 %, solange sich der Ausbau im Rahmen des Zubaukorridors von jährlich 2400 bis 2600 MW netto bewegt. Andernfalls verringern sich bei einem erhöhten Ausbau die Vergütungen entsprechend des atmenden Deckels (in § 29 EEG festgelegter Schlüssel), ebenfalls könnten die Vergütungen bei einem zu geringen Ausbau höher liegen. Bei einer Überschreitung des Korridors bis 2800 MW reduzieren sich die Vergütungen je Quartal um 0,5 %, bis 3000 MW um 0,6 %. Für jeweils 200 MW zusätzliche Überschreitung sinkt die Vergütung um weitere 0,2 Prozentpunkte bis zu einer maximalen Degression von 1,2 Prozentpunkten pro Quartal. Bei sehr niedrigem Zubau erfolgt eine Anhebung der Vergütung um bis zu 0,4 Prozentpunkte pro Quartal. Die Vergütungsszenarien sind in Abbildung 49 als Korridore markiert. Im Betrachtungszeitraum (August 2014 – August 2015) für die erste Anpassung der Vergütungen zum 1. Januar 2016 wurden bis Ende 2014 netto bereits rund 2400 MW Windleistung zugebaut. Eine volle Ausschöpfung der Vergütungsreduktion um 1,2 % zum 1. Januar 2016 ist daher zu erwarten.

 


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