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Rückblick

 

Die Nutzung der Offshore-Windenergie in relevanter Größenordnung kann für Deutschland auf das Jahr 2010 festgelegt werden. In diesem Jahr erfolgte nach langer Planungs- und Bauphase die offizielle Einweihung des Offshore Testfeldes alpha ventus. Bis dieser Meilenstein erreicht wurde waren viele rechtliche, technische, finanzielle und politische Fragen und Hemmnisse zu klären und zu lösen. Der lange Weg bis zur ersten Kilowattstunde von einem Windpark weit draußen in der Nordsee begann bereits in 1999 mit den ersten Planungen für das Projekt »Offshore Windpark Borkum West« [Johnsen].

 

Als wichtige Zwischenschritte zählen einige Nearshore-Anlagen. Diese stehen nur wenige bis einige Hundert Meter vom Ufer entfernt. Die Ziele dieser Projekte waren im Wesentlichen, Aufbau, Betrieb und Wartung der neuen Technik unter neuen Standortbedingungen, nämlich im Wasser, durchzuführen und zu erproben, bevor man sich mit einer neuen und wenig erprobten Technik aufs ungeschützte Meer wagte. Die hier als »nearshore« bezeichneten Projekte werden nach deutschem Recht (EEG) nicht als Offshore-Anlagen bezeichnet. Die Diffe­renzierung in Nearshore und Farshore wurde entsprechend der Festlegung im Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2017) §3 (49) [EEG 2017] in Ver­bindung mit §3 (7) des »Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See (Windenergie-auf-See-Gesetz – WindSeeG)« übernommen [WindSeeG]. Das Prädikat Offshore-Windanlage gilt entsprechend der Begriffsbestimmungen im EEG für »… jede Anlage zur Erzeugung von Strom aus Windenergie, die auf See in einer Entfernung von mindestens drei Seemeilen gemessen von der Küstenlinie aus seewärts errichtet worden ist …« Drei Seemeilen entsprechen einer Entfernung von 5,6 km. Diese Festlegung wird ungeachtet möglicher anderslautender Definitionen in anderen Ländern einheitlich in diesem Werk übernommen. Die Tabelle gibt einen Überblick über die in deutschen Gewässern errichteten Nearshore-Anlagen.

 

 

 

Projekt Standort Wassertiefe / m

Küstenent-

fernung / km

WEA-Typ
Enova Emden 3 0,01 Enercon E112-4,5
Breitling bei Rostock 2 0,5 Nordex N90/2500
BARD Hooksiel 5 0,5 BARD5

 

Übersicht der in Deutschland errichteten Nearshore-Anlagen

 

 

Weitere wichtige Meilensteine bei der Nutzung der Offshore-Windenergie stellen die drei Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee, kurz Fino 1, Fino 2 und Fino 3, dar. An diesen Messstationen werden Daten zu den Umgebungsbedingungen auf See, wie Wind, Wellen, Strömung, usw. erhoben, aus denen wertvolle Erkenntnisse für die Anwendung und weitere Erforschung der Windenergie auf See gewonnen werden.

 

 


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